Weihnachtsfilme

Frühe Dunkelheit, kalte Luft, dicke Jacken und der Stress, der beim Geschenke suchen entsteht. Zur Weihnachtszeit kommt die Gemütlichkeit oft etwas zu kurz. Dabei sollte diese Zeit im Jahr besonders ruhig sein, es ist schließlich das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Eine Möglichkeit für einen kuscheligen Abend ist das Anschauen von Filmen. Man setzt sich auf das Sofa, sperrt die hektische Welt aus, nimmt sich eine Decke und einen Tee und lässt sich die Stimmung einfach ins Wohnzimmer bringen. Aber welche eigentlich? Es gibt mittlerweile eine solche Fülle an Filmen, dass zwar für Jeden etwas dabei ist, die Auswahl jedoch mehr als schwer fallen kann. Es existieren drei Genre von „Weihnachtsfilmen“. Zuerst die wahren, die sowohl im weihnachtlichen Zeitraum spielen, als auch das Fest zum Thema haben, dann die, deren Geschehen zwar in der Jahreszeit stattfindet, und zu guter Letzt jene, welche wir uns zwar immer im Dezember ansehen, deren Inhalt aber unter Umständen überhaupt nichts mit der Feier zu tun hat. Die meisten Filme gibt es in den USA, wo sie sehr etabliert sind, doch auch in anderen englischsprachlichen Gegenden kommen sie vor.

Der Spitzenreiter der häufigen Verfilmungen ist die „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens, die somit der Klassiker schlechthin ist. In der Geschichte erlangt ein alter Griesgram durch einen Zauber und den Geist der Weihnacht im doppelten Sinn die Fröhlichkeit zurück. Sehr berührend, jedoch auch etwas unheimlich.

Für Kinder ist natürlich Rudolf das kleine Rentier mit der roten Nase ein Hit. Es ist jedes Mal nett, wie das Mobbingopfer zum Schluss der Held wird. Außerdem gestalten die Stimmen von Nina Hagen und ihrer Tochter die Zeichentricktiere sehr anschaulich.

Bewegend und ein weiterer Klassiker ist „Der kleine Lord“, in dem ein sympathischer Junge unfreiwillig Aristokrat wird und die englische Grafschaft aufmischt. Er muss sein Erbe gegen einige missgünstige Verwandte verteidigen.

Auch in „Die Weihnachtsgans Auguste“ wird um etwas gekämpft, hierbei handelt es sich jedoch um das Leben der namensgebenden Protagonistin. Ursprünglich als Weihnachtsbraten geplant, jedoch inzwischen viel zu sehr Teil der Familie geworden, wird das Geflügel von den Kindern des Hauses gerettet. Ein süßer Film, besonders für Vegetarier.

Das thematisierte Tier aus „Es ist ein Elch entsprungen“ ist etwas größer, jedoch nicht weniger emotional, besonders da es der Sprache mächtig ist. Der Elch fällt einfach eines Tages durch das Dach und stürzt eine Familie in lustiges Durcheinander. Nicht so lustig ist das Spektakel zu nennen, das der „Grinch“ veranstaltet. Da er einsam ist, hasst er Weihnachten und möchte es auch den Dorfbewohnern, die ihn meiden vermiesen. Ein einziges kleines Mädchen versucht, das grüne Fusselwesen zu bekehren. Die Bilder sind sehr skurril, besonders die Frisuren der Menschen, ein besonderes Erlebnis ist der Film auf Englisch, wo die Stimme des Grinch eine ganz andere Qualität besitzt. Für Romantiker gibt es eine weite Bandbreite von Werken, zum Beispiel „Tatsächlich Liebe“, wo mehrere Erzählstränge um Männer und Frauen in der Weihnachtszeit nebeneinander und verknüpft dargestellt werden. „Schlaflos in Seattle“ ist der Film, der die unwahrscheinlichste Liebesgeschichte erzählt, die man sich vorstellen kann. Eine Frau verliebt sich über das Radio. Die wunderbare Begegnungsszene findet auf dem Empire-State-Building statt und macht den Film zu einem Muss für alle kitschigen Amerikafans. Das nächste Märchen ist das liebliche „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, das zwar schon alt, aber immer noch oder gerade deshalb heiß geliebt wird. Die Interpretation von Cinderella läuft zu Recht bei vielen Familien jedes Jahr. Die unheimliche Fülle an Filmen, die sich jedes Jahr vermehrt, macht manchmal eine Entscheidung beinahe unmöglich, aber trotzdem ist es immer eine nette Sache, zum Fest ein paar Filme zu schauen, um die richtige Stimmung aufkommen zu lassen oder auch nervigen Verwandten den Mund zu stopfen.

 

Simone Osterwald

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.