Schulstress Biorythmus

„Ich hab Kopfweh.“ – „Ich kann nicht mehr.“ – „Ich kann mich nicht mehr konzentrieren.“

Diese Sätze haben wir während des Unterrichts sicher alle schon einmal ausgesprochen und wenn nicht, dann haben wir sie gedacht. Wir stehen im Durchschnitt um 6:30 Uhr morgens auf, wenn nicht sogar früher. Dann geht’s ab in die Schule und um 8 Uhr geht es gleich mit dem Unterricht los.


„Leute, konzentriert euch doch mal.“ – „So schwer ist das doch nicht.“ – „Nicht schlafen!“

Diese Sätze haben sicher schon einige von uns im Unterricht gehört, doch ist das eigentlich wirklich unsere Schuld? Natürlich gibt es die chronischen „Erst-um-2-Uhr-nachts-schlafen-Geher“, bei denen die Müdigkeit schon vorprogrammiert ist. Doch auch Schüler, die sich zu angemessener Stunde schlafen legen, haben um 14 Uhr, mitten in der siebten Stunde, Schwierigkeiten, sich dauerhaft auf den Stoff zu konzentrieren. Doch warum ist das so? Hirnforscher und Psychologen haben (schon vor einiger Zeit) herausgefunden, dass der Mensch einen sogenannten „Biorhythmus“ (auch „innere Uhr“ genannt) hat. Demnach hat das Gehirn Hochtouren, aber auch Phasen, in denen es sich mal ein wenig entspannen kann.

Hier eine Übersicht, wie diese Phasen etwa eingeteilt sind:

7-13 Uhr

Von morgens bis vormittags erbringt das Gehirn Höchstleistung. Das Konzentrieren fällt leicht.

13-15 Uhr

Nach dem Mittagessen legt das Gehirn eine Pause ein. Eine Möglichkeit zum „Abschalten“ ist Bewegung (Sport, Spaziergang…).

15-21 Uhr

Die Leistung steigt langsam wieder an.

21-7 Uhr

Zum Abend hin verspürt der Körper das Bedürfnis zum Schlafen. Körper und Geist brauchen dringend Erholung.

Außerdem:

Etwa alle 30 Minuten sollte man beim Lernen eine kleine Pause von etwa 10 Minuten machen, um sich richtig gut konzentrieren zu können.

 

Wenn man sich diese Tabelle so ansieht, ist leicht zu erkennen, dass unser Schulplan schon ein wenig Sinn macht. Die Schule beginnt, wenn unser Gehirn bereit ist zu lernen. Auch beachtet unser Schulsystem, dass wir ab und zu mal eine Pause brauchen und nachmittags wohl ein geeigneter Augenblick ist, um außerschulisch noch einmal ein bisschen Hausaufgaben zu machen. Doch leider hat dieser Plan auch ein paar Haken. Die Schule beginnt zwar zu einem akzeptablen Zeitpunkt, geht jedoch über unsere „Konzentrationszeit“ hinaus, sodass die Idee mit den Hausaufgaben leider auch nicht mehr allzu gut erscheint. Wie wir also leicht erkennen können, folgt unser Schulplan schon ein wenig unserem Biorhythmus. Doch eben leider nur ein wenig. Denn wenn man das Ganze einmal genau betrachtet, sind sehr wohl einige Schwachstellen vorhanden. Natürlich beginnt die Schule optimal um 8 Uhr morgens, doch viele von uns haben bis 14:30, wenn nicht sogar bis 15:20 Uhr oder länger Schulunterricht. Danach sollen wir (laut Schulsystem) dann nach Hause kommen und unsere Hausaufgaben erledigen. Doch wenn man nun auf unseren Biorhythmus schaut, ist leicht zu erkennen, dass eigentlich eine etwa zweistündige „Pause“ vorgesehen ist. Somit ist es sogar schon fast logisch, dass viele von uns ab 14 Uhr nicht mehr allzu konzentriert im Unterricht mitarbeiten können/wollen. Und das bringt weder uns Schülern noch den Lehrern irgendetwas.

Was bleibt uns also übrig? – „Die Schule ist schuld, das System ist blöd.“

Das System mag vielleicht nicht perfekt sein, doch immerhin ist es da und gibt uns eine Chance auf Bildung. Und unsere Konzentrationslücken sind auch irgendwie zu überbrücken. Mit einer ausgewogenen Ernährung (siehe Danielas Text?) und einer guten Zeiteinteilung lässt sich jeder noch so lange Schultag überstehen. Wenn die(se) Schulzeit vorbei ist, wird es schließlich auch nicht besser und so können wir heute schon einmal üben, konzentriert zu arbeiten.


 

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