Quiz

Oh ja, die sechs Wochen sind wie immer viel zu schnell verstrichen und nun treten wir wieder den alltäglichen Weg zu unserer herzallerliebsten Bildungsanstalt an! Wenn das mal nichts ist, wofür es sich lohnt, in Freudentänze zu verfallen…

Doch weg mit dieser Melancholie! Um Euch den Wiedereintritt ins Schul- und Lernleben zu versüßen, folgt nun hier eine gänzlich andere, spaßigere Methode, Wissen zu generieren (schließlich hat sich ja auch die Wer-wird-Millionär-Sommerpause dem Ende zugeneigt ;P). Wovon rede ich? Na klar, von einem Quiz, und zwar voller verrückter, erinnerungswürdiger, eure Welt auf den Kopf stellender Fragen!

Die absolut unfassbaren Lösungen darauf findet ihr mitsamt Erläuterungen unter der letzten Frage, aber hey: Nicht Schmulen. ;D

Beginnen wir mit einer für uns Schüler in manch schläfrig stimmender Stunde hochgradig praxisorientierten Frage:

  1. Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, das berühmte Haus vom Nikolaus zu lösen? (Und ja, eine dieser Zahlen ist tatsächlich die richtige Antwort, auch wenn sie Euch allesamt vieeeel zu hoch erscheinen mögen. ;P)

A: 25 B: 36 B: 64 D: 88

 

Wo wir gerade von sich kaugummigleich hinziehenden Unterrichtseinheiten gesprochen haben, gehen wir zu einer weiteren Beschäftigung über, der man bei einem solchen Anlass bisweilen nachzugehen pflegt: das interessierte Studium seiner Schulsachen!
Das kennen wir doch alle, oder? Wenn auf einmal die banalsten Dinge wie Federtaschen und Stifte Gegenstände akribischster Begutachtung oder Objekte einer neu entdeckten Hingabe zu Verzierungen und sonstigen „künstlerischen“ Maßnahmen werden…
Nun habt Ihr die Gelegenheit zu zeigen, wie tiefgehend Ihr Euch tatsächlich mit Euren Schulutensilien auseinandergesetzt habt, denn wisst ihr…

  1. …woran sich manchmal eine sogenannte „Ferrule“ finden lässt?

A: an einem Bleistift B: einem Geodreieck C: einer Parabelschablone D: einem Füller

 

Waren die bisherigen Fragen eher auf den negativen Part von Schule bezogen, so ändert sich das schlagartig jetzt und hier! Ihr wollt Eurem Bio- und/oder Musiklehrer imponieren? Vielleicht klappt’s ja mit Folgendem…

  1. Welcher „tierischen“ Hilfe bedient sich ein Geiger?

A: der einer Krake B: eines Froschs C: eines Hamsters D: einer Biene

 

Okay, okay, ich geb’s ja zu, Eurem Biolehrer wird das wenn überhaupt ein müdes Lächeln entlockt haben. Das hier allerdings dürfte schon viel eher nach seinem Geschmack sein…

  1. Welche unglaubliche Leistung vollbringt der Riesentang? (Für alle Leute, die sich selbst nicht als einen Experten auf diesem Gebiet bezeichnen würden, (See-)Tang steht für am Meeresboden lebende Algen.)

A: er wächst bis zu 30cm am Tag B: er frisst kleine Fische C: er lebt ausschließlich über Wasser
D: er wandelt täglich teils über eine Tonne Kohlenstoffdioxid um

 

Wechseln wir mal brachial das Thema und beschäftigen uns mit einer Frage, die durchaus auch dazu qualifiziert wäre, Eingang in etliche „Kurioses Wissen“-Bücher oder Ähnliches zu finden.

  1. Wer um alles in der Welt führt „Hosenrollen“ aus?

A: Frauen B: Turner C: Schneider D: Psychotherapeuten

 

Sonderbar mutet auch der Inhalt der nächsten Frage an:

  1. „Fühle die Macht“, so beginnt der Titel eines Seminars an der Queen’s University Belfast. Welches Thema sollen die Studenten bearbeiten?

A: Einfühlung in Regierungschefs B: Hypnose als Mittel zur Bekämpfung der Bankenkrise
C: Frauen in Führungspositionen D: die psychologischen Tricks der Jedi-Ritter

 

Auch wenn ich glaube, mich an den Geo-Unterricht der neunten Klasse mehr schlecht als recht erinnern zu können, so tiefgreifend – da bin ich mir absolut sicher – haben wir die US-Bundesstaaten mit Sicherheit nicht behandelt.

  1. Welche der folgenden Aussagen trifft auf den US-Bundesstaat Wyoming zu?
    A: der Präsident regiert ihn B: seine Fläche ist vollkommen quadratisch
    C: es gibt keine Universitäten D: es gibt lediglich 2 Rolltreppen

 

Tatsächlich ist das nicht das einzige Interessante gewesen, was uns zu lehren bedauerlicherweise versäumt wurde. Mit der folgenden Frage könnt Ihr Euren Erdkunde-Lehrer auf dessen Qualifikation überprüfen… ;P

  1. Aus wie vielen Inseln besteht der japanische Staat?

A: 3 B: 46 C: 517 D: 6852

 

Unsere Nachbarn, die Schweizer, wussten schon immer uns Deutschen mit ihrem bezaubernden Schwyzerdütsch ein aufrichtiges Lächeln zu entlocken. Meistens reicht dazu deren hinreißende Aussprache aus, jedoch wird selbst diese nicht einmal immer benötigt, wie Ihr unmittelbar hier drunter erfahren werdet.

  1. Mit welcher kuriosen Bezeichnung haben die Schweizer unseren hochgeschätzten Alltagsbegleiter, das Handy, belegt?

A: Anrufli B: Mobi C: Natel D: Phönli

 

Zum Schluss noch einmal eine Frage, die uns betrifft wie kaum eine andere: Wir alle kennen und lieben ihn – den Montag. Er ist das Sinnbild für den allseits Euphorie versprühenden Start in die Schul- oder Arbeitswoche und begleitet uns scheinbar seit Anbeginn der Zeit. Doch das, so viel vorweg, ist falsch…

  1. Seit wann ist der Montag in Deutschland beziehungsweise bei dem Staat/Volk, der/das sich damals auf der Fläche des heutigen Deutschlands befunden hatte, der erste Tag der Woche?

A: seit circa 300.000 Jahren B: seit ungefähr 40.000 Jahren C: seit 1824 D: seit 1976

 

 

ACHTUNG SPOILER – DIE LÖSUNGEN

 

 

zu 1. (Haus vom Nikolaus): D

Unglaublich, aber unwiderlegbar wahr: Es gibt tatsächlich ganze 88 Möglichkeiten! Zusätzlich kommt jetzt für Euch der ultimative Tipp zum Haus-vom-Nikolaus-Lösen: Beginnt immer, immer, immer in einer der beiden unteren Ecken. Wieso? Haha, probiert’s mal von woanders… ;D

zu 2. (Ferrule): A

Die Ferrule befindet sich am Bleistift und steht für das kleine Metallstück, das den manchmal vorhandenen Radiergummi am hinteren Ende des Stiftes umschließt. Ein Hinweis hätte Euch auch das Wort „Ferrule“ selbst sein können; aus dem Periodensystem sollte uns nämlich „ferrum“, sprich das Metall Eisen, ein Begriff sein. Da weder an einem Geodreieck noch an einer Parabelschablone Metallteile zu finden sind, fielen diese beiden Möglichkeiten schon mal weg.

zu 3. (Gebrauchsgegenstand eines Geigers): B

Aus mir unerfindlichen Gründen wird das untere Ende eines Streichbogens als Frosch bezeichnet. Absolut verrückt.

zu 4. (Riesentang): A

Beängstigend wären Fische fressende Algen auf alle Fälle, doch ebenso wie eine Tonne Kohlendioxid am Tag in Sauerstoff umzusetzen übersteigt dies selbst die Möglichkeiten des Riesentangs. Glasklar ist natürlich auch, dass dieser unter und nicht über Wasser lebt, immerhin wäre es dann ja nach der Definition, die ich Euch vorgesetzt habe, kein Tang mehr. Folglich wächst er täglich bis zu 30cm. Das entspricht etwa der Standardgröße von Linealen oder auch der Größe des ähnlich grünen Wesens Yoda durch zwei. 😀

zu 5. (Hosenrollen): A

Tatsächlich werden Hosenrollen weder geturnt noch geschneidert und auch nicht bei einer Psychotherapie angewandt. Frauen sind es, die dieses komisch benannte Etwas ausführen, und zwar im Theater und Filmen meist vergangener Zeiten. Dort übernahmen sie die (Film-/Theater-)Rolle von Männern und mussten dafür klarerweise authentisch gekleidet sein. Da Hosen damals noch Männern vorbehalten waren, mussten die Schauspielerinnen für ihre Rolle das entsprechende Kleidungsstück anlegen, wodurch sich der Begriff „Hosenrolle“ entwickelte.

zu 6. (Fühle-die-Macht-Studiengang): D

Wer hätte das gedacht? An einer vermeintlich derart seriösen Einrichtung wie einer Universität soll es einen Jedi-Ritter-Kurs geben?! Nun, Machtnutzer werden hier nicht ausgebildet, „Lichtschwerter werden nicht geliefert“, so heißt es. Vielmehr werden neben „wirklichen psychologischen Techniken, die hinter den Jedi-Gedankentricks stehen“ auch „weitere Themen im Star-Wars-Universum wie z.B. Gleichgewicht, Schicksal, Dualismus, Vaterschaft und Faschismus“ behandelt.
Der Gründer sagt hierzu: „Ich hoffe, mehr Leute für lebenslanges Lernen zu begeistern. Es geht nicht nur um die Star-Wars-Filme, sondern auch um die soziologischen und politischen Themen, die in den Filmen angesprochen werden. Der Kurs meint nicht, dass man glauben soll, die Geschichten seien wahr, sondern dass diese als Lernhilfe benutzt werden können. Ich versuche, eine Plattform durch eine beliebte Kultur zu finden, um die Menschen zurück zum Lernen zu bringen.“(http://www.telegraph.co.uk/education/2798657/Star-Wars-Jedi-Knights-course-offered-by-Queens-University-Belfast.html)

zu 7. (Wyoming): D

In ganz Wyoming gibt es lediglich 2 Rolltreppen. Bamm! Obwohl es schlichtweg unmöglich scheint, ist es dennoch wahr. Der Grund für diese Eigenart liegt in einigen geografischen Besonderheiten dieses US-Bundesstaats: Er hat die wenigsten Einwohner und zugleich die immerhin zweitgeringste Bevölkerungsdichte innerhalb der Vereinigten Staaten. Folglich ist Land dort zu Schäppchenpreisen zu erwerben und den Bedarf, in die Höhe zu bauen, gibt es nicht – und damit braucht man auch keine Rolltreppen.
Übrigens, die zwei, die dennoch vorhanden sind, stehen in Bankgebäuden einer der größeren Städte namens Casper.

zu 8. (Inselanzahl Japans): D

Der Blick in einen Atlas suggeriert mir definitiv, dass nicht etliche tausend Inseln zu Japan zählen – doch es sind tatsächlich ganze 6852 (!!!) Inseln, über die sich das japanische Staatsgebiet erstreckt. Gerade einmal drei mickrige Prozent steuern die 6848 Inseln zur Größe Japans bei, ein Witz!

zu 9. (Schyzerdütsch): C

Sosehr mir auch „Anrufli“, „Mobi“ und insbesondere „Phönli“ gefallen, richtig ist „Natel“. Das Wort ist eine Abkürzung für „Nationales Telefonnetz“ und ursprünglich verwendete das Telekommunikationsunternehmen Swisscom „Natel“ als Markenname für ihre Mobilfunk-Angebote. Nun ist es, auch im italienisch- und französischsprachigen Teil, der Begriff für das absolut hochdeutsche „Handy“.

zu 10. (Montagstradition): D

Vielleicht kam dem Mitarbeiter die Idee eines ätzenden Montagmorgens, als sich mal wieder die ganze Welt gegen ihn verschworen zu haben schien. Und dann ersann er einen Racheplan gegen seinen verhassten Wochentag: Dieser sollte nicht nur von ihm in allerhöchsten Ehren gehalten werden, sondern vom ganzen Land! „Haha, welch ein grandioser Einfall!“, dachte er sich womöglich. Daraufhin schöpfte er neue Kraft und bereitete im Geiste die Vorstellung seines bösartigen Plans vor. So bereit er nur sein konnte, marschierte erhobenen Hauptes in die Chefetage seiner Arbeitsstätte – des Deutschen Instituts für Normung.
Diese Geschichte, ich gebe es zu, ist natürlich nur das Resultat meiner Fantasie, die mit mir durchgebrannt ist. Dennoch lässt sie bereits die richtige Antwort unzweifelhaft erkennen; ein Normungsinstitut um das Jahr 38.000v.Chr. ist nämlich überaus unwahrscheinlich.
Und so kam es am 1. Januar 1976, dass auf einmal der Montag zum emotionsbeladenen Wochenanfang befördert wurde. Die Zeiten, da der Sonntag den Beginn einer Woche eingeläutet hatte, waren nun vorbei…

Tim Großmann

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