Philip Seymour Hoffman

„Was ich an der Schauspielerei so liebe, ist, allein zu sein, sich durch das Drehbuch wühlen und daran zu arbeiten, Ideen zu bekommen und mir Fragen zu stellen, aus mir heraus zu gehen, zu recherchieren und das Thema von Grund auf zu begreifen und auf eine kreative Art und Weise damit umzugehen. Das ist mein liebster Teil – und das tatsächliche Spielen an sich.“
(Philip Seymour Hoffman, zitiert nach: http://www.moviesection.de/schauspieler/637-Philip_Seymour_Hoffman)

Diese Worte zeugen von wahrer Liebe zum Schauspielen, das war der Mittelpunkt im Leben von Philip Seymour Hoffman, dem US-amerikanischen Theater- und Filmschauspieler, welcher leider kürzlich verstorben ist. Am 2. Februar 2014 wurde er von der Polizei tot in seinem New Yorker Appartement aufgefunden. Nach Ermittlungen starb er vermutlich an einer Überdosis Heroin.

Philip Seymour Hoffman wurde am 23. Juli 1967 in Fairport im Bundesstaat New York geboren. Er war das Kind des deutschstämmigen Gordon S. Hoffmann und dessen Ehefrau Marilyn L. O’Connor. Diese ließen sich jedoch scheiden, als er neun war; er wuchs ab diesem Zeitpunkt mit seinen drei Geschwistern bei der Mutter auf.

Als Jugendlicher auf der High School kannte man Hoffman eher als Sportler, da er erfolgreich sehr viel Baseball und Wrestling betrieb. Durch eine Verletzung war dies jedoch bald nicht mehr möglich und so wandte er sich der Schauspielerei zu. Er wirkte zuerst in Theaterproduktionen wie Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller mit.

Ab 1984 besuchte er unter anderem die „New York State Summer School oft the Arts“ und nach seinem High-School-Abschluss das Sommerprogramm der „Circle in the Square Theater School“.
Seine Karriere begann jedoch nur langsam. Er spielte vorerst in vielen Independent-Filmen, wie seinem ersten Film Cheat. Des Weiteren spielte er in fast allen Filmen von Paul Thomas Anderson mit und entwickelte so sein schauspielerisches Können. Erst 2003 spielte Philip Seymour Hoffman in Owning Mahown seine erste große Hauptrolle. Danach folgte 2005 seine wahrscheinlich erfolgreichste Rolle als Truman Capote in Bennett Millers Drama Capote.; sein Auftritt in diesem Film brachte ihm 2006 einen „Golden Globe Award“ sowie einen Oscar als bester Hauptdarsteller ein. Ebenfalls 2005 spielte er in seinem ersten Actionfilm Mission Impossible 3.

Einen ersten Schritt als Filmregisseur unternahm er 2010 mit der Romantik-Komödie Jack Goes Boating, in der er auch eine der Hauptrollen übernahm.

Von März bis Juni 2012 trat er auf dem Broadway wieder in Millers Schauspiel Tod eines Handlungsreisenden auf und widmete sich somit kurzzeitig wieder dem Theaterschauspiel.

Erst 2013 stand Hoffman dann für die Buchverfilmung Die Tribute von Panem – Catching Fire als Plutarch Heavensbee vor der Kamera.

Privat hatte er 1999 durch die Regiearbeit an seinem Stück In Arabia We’d All Be Kings, die Kostümdesignerin Mimi O’Donnell kennengelernt und bekam 2003 seinen ersten Sohn. Später folgten noch zwei Töchter.

Mit nur 46 Jahren hat uns dieser bemerkenswerte Schauspieler verlassen, doch durch sein Talent und seine Kreativität, mit der er seine Rollen und Filme umsetzte, wird man ihn hoffentlich noch lange nicht vergessen!


 

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