Filmkritik zu „LUCY“

„LUCY“ spielt in nicht allzu ferner Zukunft und handelt von der US-amerikanischen Studentin Lucy (Scarlett Johansson), die unfreiwillig die synthetisch entwickelte Droge CPH4 schmuggeln muss. Ihr Körper dient dazu als „ Depot“.  Als sie sich ihrem Kidnapper widersetzt, wird sie von ihm misshandelt. Das Drogenpaket in ihrem Körper platzt und die Substanz gerät in ihren Blutkreislauf. Dadurch kann sie im Laufe des Filmes immer mehr ihrer Gehirnkapazität nutzen. Ein normaler Mensch nutzt im Durchschnitt 10% seines Hirns, Lucy jedoch anfangs 20%, später dann sogar bis zu 100%. Lucy sucht Hilfe bei dem Wissenschaftler Dr. Norman (Morgan Freeman), einer Legende auf dem Gebiet der Hirnforschung. Nachdem sie sich mit ihm in Kontakt gesetzt hat und ihn in Paris aufsuchen will, entfalten sich ungeahnte Kräfte in Lucys Körper. Sie mutiert zu einer schmerzunempfindlichen und erbarmungslosen Kämpferin. Sie ist außerdem in der Lage neu erlerntes Wissen sofort und dauerhaft abzuspeichern und Gegenstände bzw. Menschen allein durch ihren Willen zu beeinflussen. Gejagt von den Kartellbossen und durch die Angst getrieben ihre Menschlichkeit zu verlieren, richtet sie ihre neuen Fähigkeiten gegen ihre Verfolger…

Der Action-SciFi-Thriller kam am 14.08.2014 in die deutschen Kinos. In den Hauptrollen sind Scarlett Johansson (2012 „Marvel’s  The Avengers“) und Morgan Freeman (2013 „ Die Unfassbaren- Now you see me“). Aber auch die Gesichter von Amr Waked (2011 „ Lachsfischen im Jemen“) als Polizist und Choi Min-sik (2003 „ Oldboy“) als Gangsterboss dürfen nicht fehlen. Regie führt Luc Besson (1990   „Nikita“).

Der Film dauert ca. 90 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Gedreht wurde er in Frankreich und den USA.

Ich persönlich fand den Film gut. Er hat nicht unbedingt meinen Erwartungen entsprochen, war aber den Besuch wert. Also für Leute die auf Science-Fiction und viel Action stehen, ist „ LUCY“ ein absolutes Muss. Allerdings ähnelt der Film auch teilweise einer Dokumentation und baut auf reinen Hypothesen auf.  Philosophische und wissenschaftliche Ansätze in Bezug auf den Menschen wurden immer wieder angedeutet. Doch das wird einem erst im Nachhinein bewusst und man merkt, dass sich „LUCY“ viel mit dem Thema „ Sinn des Lebens“ beschäftigt.  Doch trotz alledem soll der Film nur zu Unterhaltungszwecken und nicht als realitätsnahe Dokumentation dienen.

Zum Schluss noch ein Zitat, das ich nicht vorenthalten möchte: „Vor einer Milliarde Jahre hat man uns das Leben geschenkt. Macht was draus!“

– Hannah Pooch

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