Ernährung während der Schulzeit

„6:45 Uhr. Der Wecker klingelt zum ersten Mal. Da dreht sich der Hauptteil der Schüler nochmal auf die andere Seite und hofft, dass die 5 Minuten, die der Wecker im Snooze-Modus bis zum nächsten Klingeln verweilt, bewirken, dass das Aufstehen leichter fällt.

Biep Biep Biep… es ist inzwischen 7:00 Uhr, der zweite Aufstehversuch scheitert ebenfalls. Jetzt aber raus aus den Federn. Schnell ins Bad, anziehen und alles zusammenraffen, was man in der Schule so braucht. Da ist es auch schon an der Zeit, aus dem Haus zu gehen. Die erste Mahlzeit fällt aus und in der dritten Stunde fängt der Magen an zu brummen: Meine Möglichkeiten: 1. Ich drängle mich in der Pause am Kiosk nach ganz vorne und hoffe Geld für etwas zu essen in meinem Portemonnaie zu finden, bevor die Pause endet, oder 2. Ich frage mal herum, ob sich einer meiner Mitschüler erbarmen und mir etwas abgeben möchte. Ich habe Glück und bekomme in der Pause einen halben Apfel geschenkt. 15:00h, 16:00h, 17:00h – endlich Schulschluss. Als ich um 17:30 nach Hause komme, gibt es meine erste richtige Mahlzeit an diesem Tag.“

Dies ist zwar ein extremes Beispiel, doch Hand aufs Herz: Wie oft kommen wir Schüler an einem Schultag wirklich dazu, etwas zu essen? Wann ist Mittagszeit und wann esst ihr tatsächlich euer Mittagessen? Frühstückt ihr oder genießt ihr lieber 10 Minuten mehr Schlaf? Stellt ihr euch morgens wirklich in die Küche und schmiert euch euer Pausenbrot? „Mama macht das schon“ – eine typische Antwort auf letztere Frage. Aber Mama muss das doch auch nur machen, weil sie für das Kind in der Schule keine akzeptable Ernährungsmöglichkeit sieht. Wäre es da nicht besser, jedem Schüler eine warme und vernünftige Mahlzeit zur Verfügung zu stellen? In einer Traumwelt wäre diese Variante wahrscheinlich sogar gesünder, doch wirklich funktionieren tut dieses System nur selten, was an Beispielen wie England deutlich wird. Dort erhalten die Schüler täglich ihr Schulessen, meist bestehend aus Fast Food, wie Chicken Nuggets, Burgern oder Pommes.

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Besonders appetitlich, geschweige denn gesund ist dieses Essen selten. In Blogs berichten verschiedene Schüler über ihr Schulessen und zählen dabei sogar die Anzahl von Haaren in ihrer Mahlzeit. Doch all diese Mängel haben einen Grund. Wie immer ist es das Geld. Am Beispiel England wurde „aufgedeckt“, dass gesetzlich festgelegt wurde, dass das Mahl pro Kind nicht mehr als 37 Pence (etwa 50ct) kosten darf! Für diejenigen unter uns, die schon einmal gekocht haben: Ist es wirklich möglich, für 50 ct ein Essen zuzubereiten, das die Entwicklung eines Kindes unterstützt und ihm genug Nährstoffe für einen Schultag liefert? Wer sich für die Beantwortung dieser Frage und weitere (teilweise) erschreckende Fakten über englisches Schulessen interessiert, kann sich unter JamieOliver.com über die sogenannte „Food Revolution“ informieren.

Nun sollte man sich noch einmal überlegen, ob ein regelmäßiges Schulessen wirklich von Vorteil wäre. Natürlich wäre es gesünder, zu festen Uhrzeiten, morgens, mittags und abends etwas zu essen, doch für Schüler ist dies oft nicht möglich. So müssen wir unsere kreativen Seiten spielen lassen und uns Alternativen überlegen. „An Apple a day keeps the doctor away“, lautet ein bekanntes englisches Sprichwort und legt uns ans Herz, jeden Tag wenigstens ein bisschen Obst zu essen. Und der eine Apfel macht die Schultasche nun auch nicht viel schwerer. Überwindet man sich morgens (oder am Abend zuvor) noch dazu, sich ein Brötchen (oder ein Brot, einen Toast oder, oder, oder…) zu schmieren, hat man als Schüler eine solide Essensgrundlage. Zu Hause lässt sich dann auch relativ schnell (es gibt inzwischen ja verschiedenste Schnellkochbücher) ein warmes Gericht zubereiten. Es gibt für jedes Problem eine Lösung und auch dieses lässt sich wie immer mit Engagement beheben.
Also, liebe Schüler, macht das Beste draus und steht morgens vielleicht doch mal 10 Minuten früher auf, um zu frühstücken und fit in den Tag zu starten!


 

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