Eine Serie zum Mitfiebern

Downton Abbey – die Rekordserie aus Großbritannien hat inzwischen schon einige Anhänger auch im deutschsprachigen Raum gefunden, und das zu Recht. Die Serie, die 2011 einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde für die  „von Kritikern am besten bewertete Fernsehserie“ des Jahres erhalten hat, bietet dem Zuschauer eigentlich alles. Doch wovon handelt diese Serie und warum sollte man sich das wirklich mal ansehen?

Vorab: Die Serie ist nicht nur etwas für Mädchen, doch man sollte bereits vorher wissen, worauf man sich einlässt, denn es ist keine Sitcom wie „How I met your mother“, bei der man mal die ein oder andere Folge überspringen kann und locker zuguckt, nein, Downton Abbey ist etwas für Serienverrückte, die sich auch gerne einmal eine Staffel am Stück ansehen.
Downton – diesen Namen trägt das Anwesen der Adelsfamilie Crawley, die in allerlei politische und persönliche Dramen verwickelt ist. Unter Lord Grantham (gespielt von dem englischen Schauspieler Hugh Bonneville) wird das Anwesen – natürlich unter Einmischen seiner Familie und dem Personal – geführt. Die Beziehungen zwischen Personal und Familie und die einzelnen Verbindungen untereinander wirken am Anfang kompliziert, doch nach ein bis zwei Folgen (jeweils 50-65 Minuten) entwickelt der Zuschauer ein Gefühl für die Tabus und Ansichten in einer Adelsfamilie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Serie offenbart jedem einen Einblick ins Leben zu dieser Zeit, ob es nun neue Entwicklungen in der Medizin oder in der Politik sind, man kann direkt miterleben, wie sich die Protagonisten mit der Elektrizität anfreunden oder erkennen müssen, dass Frauenrechte bald an Wichtigkeit gewinnen. Unterdessen sorgen die Töchter der Familie sowie das Personal für den einen oder anderen Skandal, was den Zuschauer an den Fernseher fesselt, da man kaum erwarten kann, wie es denn nun weiter geht. Natürlich wird man auch emotional von der Serie mitgenommen, denn einige Charaktere lassen sich leicht ins Herz schließen, sodass man mit ihren Schicksalen jedes Mal mitfühlt.

Doch ich will nicht zu viel verraten! Die Serie ist fesselnd und unterhält auf verschiedensten Ebenen. Im Fernsehen läuft im ZDF aktuell die dritte Staffel, doch es lohnt sich definitiv, auch die ersten beiden Staffeln in der Videothek auszuleihen oder online zu sehen. Dabei besonders zu empfehlen: einfach mal auf Englisch gucken. Der bezaubernde englische Akzent macht alles noch viel realistischer und sind die Untertitel eingeschaltet, lernt man zeitgleich auch noch Englisch!

 

Marie Kaul

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