Ebola

Das Ebola-Virus kommt aus der Familie der Filoviridae (Virusfamilie). Diese Viren verursachen das Ebola-Fieber. Außer uns Menschen infizieren sich auch andere Primaten wie Gorillas oder Schimpansen. Das Virus ist fadenförmig aufgebaut, manchmal hat es auch eine U-förmige Gestalt und ist höchstens 0,014 mm lang. Dieser Erreger besitzt die Matrixproteine VP40 und VP24.

In dem infizierten Körper kann sich das Virus in fast allen Zellen ausbreiten. Da sich der Krankheitserreger sehr schnell vermehrt, entsteht ein Viruskristall, der vom Bereich des Zellkerns nach außen dringt und einzelne Viren nach Zerfall der Zelle freilässt. Das Virus stammt aus den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas und Südostasiens. Von Wissenschaftlern wurde es zum ersten Mal 1976 in Yambuku, Zaire (ab 1997 Demokratische Republik Kongo) entdeckt, es trat nahezu gleichzeitig im Sudan auf.

Nach dem Fluss Ebola wurde das Virus benannt, denn dort soll der erste Ausbruch gewesen sein. In den 55 Dörfern entlang des Flusses erkrankten 318 Menschen, davon starben 280. Ein verwandtes Virus wurde 1967 mit Affen aus Uganda in wissenschaftlichen Laboren in Marburg eingeschleppt. Die Ursache der Ebola-Viren konnte aber noch nicht zweifelfrei gefunden werden. Wissenschaftler hatten auch Fledermausarten im Visier, da diese schon auf anderen Kontinenten mit ungewöhnlichen Virusinfektionen identifiziert wurden. Mittlerweile gibt es starke Hinweise auf verschiedene Arten von Flughunden, die in Afrika weit verbreitet sind und eine Infektion mit Ebola-Viren überleben. Eine Übertragung des Virus vom Reservoir Wirt auf den Menschen, ist bislang ein eher seltener Vorgang und der genaue Übertragungsweg ist noch nicht vollends geklärt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Übertragung des Virus auf den Menschen auch durch Körperkontakt mit infizierten, kranken oder toten Wildtieren wie Affen, afrikanischen „Waldantilopen“ und Flughunden aufgetreten. Eine in Teilen Afrikas gängige Art solcher Kontakte, stellt das Jagen, der Handel, die Zubereitung und der Verzehr von, als Reservoir Wirten in Betracht kommenden, Wildtieren dar. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung der Ebola-Viren erfolgt durch direkten Körperkontakt und bei Berührung mit Blut, Organen oder anderer Körperflüssigkeiten der infizierten Person. Vor allem verletzte Hautbereiche sind Eintrittspforten für das Ebola-Virus.

Sophie Kraffert

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