Die GSV – Es tut sich was!

GSV-Fahrt letztens…da war ja was. Ich würde glatt behaupten, abgesehen von den Leuten, die an der Fahrt teilgenommen haben, weiß keiner an der UvH, was denn da eigentlich gemacht wurde und warum diese überhaupt stattgefunden hat, schließlich gab es die doch in den vergangenen Jahren gar nicht! Doch in den vergangenen Jahren, muss man sich leider eingestehen, war die GSV, nett ausgedrückt, auch „nicht so aktiv“. Erst der offene Brief, welcher für so einigen Gesprächsstoff gesorgt hat, hat die meisten aufgerüttelt. Allen voran Herr Dannenberg, welcher die GSV-Fahrt organisiert hat, hat gesagt, dass sich in der GSV eine Menge ändern muss und damit hat er Recht! Aus eigener Erfahrung kann ich ihm da mehr als nur zustimmen, da ich nun schon seit der 7. Klasse in der GSV vertreten bin und ich nie das Gefühl hatte, wir würden irgendetwas Produktives leisten. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich das Gefühl, die GSV hat in den 2 ½ Tagen der Fahrt mehr geleistet, als in den vergangenen vier Jahren zusammen. Angefangen haben wir mit dem Sammeln von Aspekten, die uns an unserer Schule missfallen und die wir als verbesserungswürdig befinden, jedoch haben wir auch die positiven Dinge berücksichtigt. Nach langem diskutieren und herumkritisieren haben wir uns zu Gruppen zusammengeschlossen und angefangen zu arbeiten, denn nur meckern bringt einen ja bekanntlich nicht viel weiter. Wir haben uns also auf die schwerwiegendsten Probleme konzentriert und in unseren Gruppen zu jedem Problem ein Projekt entwickelt und somit einen Lösungsansatz, wie man es am besten minimieren oder gar beheben könnte. Von diesen Projekten haben wir uns dann für eines entschieden, welches uns am realisierbarsten und dringlichsten erschien. Wir haben uns für das Projekt entschieden, welches sich mit der „Transparenz der Noten“ beschäftigt. Transparenz der Noten, für diejenigen, die sich unter dem Begriff nur wenig vorstellen können, ist die Durchsichtigkeit, also mit anderen Worten, die Nachvollziehbarkeit der Notengebung. Vielleicht erscheint es einem im ersten Moment als kein so gravierendes Problem, doch wenn man kurz an die „Notenbesprechungen“ zurückdenkt, die man zwei oder drei Wochen vor den Zeugnissen mit seinen Lehrern abgehalten hat, fällt einem auf, wie oft einem seine Note ungerecht erschien und dass man sie nicht im geringsten verstehen oder nachvollziehen konnte. Der Lehrer hat einem kurz die Note aus seiner Liste vorgelesen und damit hatte sich die Sache auch gegessen, die „Notenbesprechungen“ hatten also wenig mit einer „Besprechung“ gemein, es wurde gesprochen, aber besprochen wurde nichts. Und genau darum geht es, das Ziel ist die Unstimmigkeiten zwischen Schülern (Eltern) und Lehrern bezüglich der Notenvergabe zu beseitigen. Wie kann man das am besten schaffen? Wir haben lange überlegt und sind zu folgendem Ergebnis gekommen: Jeder Schüler sollte sich im Laufe jedes Schul(halb)jahres drei grundlegende Fragen stellen: 1. Was erwartet mich im kommenden Schul(halb)jahr ? diese Frage sollte möglichst durch die Vorstellung der Kurs-/Jahresinhalte am Anfang des Schul(halb)jahres durch die Lehrer in jeder Klasse/jedem Kurs beantwortet werden. 2. Wie entsteht meine Note? D.h. aus welchen Kriterien stellt sich meine Note zusammen und inwiefern werden diese gewichtet? Diese Notenkriterien (schriftlicher Teil) sollen möglichst einheitlich sein und demnach auf den jeweiligen Fachkonferenzen durch die Lehrer besprochen und beschlossen werden. Der nächste Schritt wäre dann, dass die Fachbereichsleiter die Kriterien auf der Schulhomepage offen legen und sie somit für jeden Schüler jederzeit zugänglich sind. Abschließend soll der Lehrer natürlich auch in jeder Klasse/in jedem Kurs seinen Erwartungshorizont vorstellen, sodass uns, also den Schülern, bewusst ist, welche Leistung der Lehrer für Note x von uns erwartet. Die 3. und letzte Frage lautet dann: Welche Note habe ich und was kann ich verbessern? Die Antwort zu dieser Frage sollte sich dann in einem „Feedbackgespräch“ erschließen, also einem Gespräch über die Rückmeldung zum aktuellen Leistungsstand. Das heißt der Lehrer klärt den Schüler über seine mündliche Mitarbeit auf, nennt eine Notentendenz und gibt (wenn nötig) Verbesserungsvorschläge. Dieses Gespräch soll dennoch auf bilateraler Ebene ablaufen, also für die Schüler gilt Miteinbringung in das Gespräch durch Selbsteinschätzung und -reflektion, das bedeutet der Schüler fragt von sich aus, was fehlt, um die Erwartungen zu erfüllen. Dieses Gespräch soll also zur regelmäßigen Aufklärung der Schüler über ihre Noten zur Vermeidung von Unklarheiten dienen. Sodass man nicht zwei Wochen vor den Zeugnissen erfährt, dass man eine vier in Bio kriegt und aus allen Wolken fällt, da man ja eigentlich fest mit einer zwei gerechnet hätte…ach ja und die Zeit zum Verbessern ist natürlich auch schon läääängst abgelaufen. Wenn dann nach diesen drei „Etappen“ immer noch Gefühle der Ungerechtigkeit bei Schülern vorherrschen, besteht die Möglichkeit sich FREIWILLIG zu mehreren Schülern zusammenzuschließen und vom Lehrer einen direkten Vergleich zu erfragen.

Das ist also das Grundprinzip unseres Projekts, zwei Vertreter der GSV, die bei der GEV (GesamtELTERNvertretung) anwesend waren, haben es dort schon präsentiert und sind dort nicht auf Abneigung gestoßen. Das bedeutet, wir haben wirklich das Gefühl, dass sich etwas tut. Vielleicht ist es kein riesengroßes Projekt, aber die GSV hat selbstständig etwas zur Verbesserung der Bedingungen für uns Schüler beigetragen und ein Projekt in die Wege geleitet. Wir hoffen das ist nur der Anfang von vielen weiteren Projekten, die uns ein besseres Schulleben ermöglichen.

-Viktoria Szczypior

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