Die Berlinale

Im Februar 2014 fanden die 64. „Internationalen Filmfestspiele Berlin“, genannt Berlinale statt.

Die erste Berlinale war im Jahr 1951, in Gang gesetzt von einem amerikanischen Filmoffizier namens Oscar Martay. Damals, in dem Schutt des Zweiten Weltkriegs, sollte die Berlinale vor allem den Deutschen andere Kulturen näher bringen. Die Beurteilung der Filme erfolgte nur in diesem ersten Jahr sowohl durch eine Fachjury als auch durch das Publikum, denn danach verbot die FIAPF (Vereinigung der Filmproduzenten) die Bewertung durch professionelle Kampfrichter. Ost-Berlin kritisierte die Veranstaltung außerdem, da sie keine sozialistischen Filme vorstellen wollte. Trotzdem war das Festival ein großer Erfolg beim Publikum, weshalb es kein Wunder ist, dass es in den folgenden Jahren erneut veranstaltet wurde.

Inzwischen ist die Berlinale weltbekannt und für die Besucher jedes Mal wieder eine Attraktion. Nicht nur die Filme selbst, die man zu angemessenen Preisen besuchen kann, sondern auch der Rote Teppich vor dem Berlinale Palast, an dem Prominente aus aller Welt ankommen, locken Schaulustige an. Dieses Jahr konnte man dort nicht nur George Clooney als Regisseur mit seinen Darstellern Matt Damon und Bill Murray treffen, sondern wurde auch Zeuge des befremdlichen Auftritts von Shia LaBoeuf, der eine Papiertüte auf seinem Kopf trug, auf welcher „I am not famous anymore“ stand. Außerdem statteten Tilda Swinton, Bradley Cooper und John Hurt Berlin einen Besuch ab.

Den Filmen, Drehbüchern, Regisseuren und Darstellern werden am Ende der elf Tage Goldene oder Silberne Bären verliehen, heutzutage wieder durch eine internationale Fachjury. Dieses Jahr war vor allem die Menge an asiatischen Filmen, die an dem Festival teilnahmen und auch ausgezeichnet wurden, bemerkenswert.

Freude verursachte die Rückkehr in den Zoo Palast, der gerade rechtzeitig zum Beginn der Berlinale fertiggestellt wurde, womit ein weiterer Ort zur Verfügung stand, um die 417 Filme zu präsentieren. Die Veranstaltung hat sich im Laufe der Zeit zu einem riesigen Ereignis entwickelt, das dieses Jahr 491.316 Filmliebhaber besuchten. Das Jahresbudget liegt bei 19,5 Millionen Euro, wovon 6,5 durch institutionelle Förderung bezahlt werden.

Trotz dieser bombastischen Ausmaße ist die Berlinale ein Erlebnis der besonderen Art, weil sie die Filme mit Leben erfüllt. Nach den Vorstellungen gibt es ein öffentliches Gespräch mit Darstellern und Produzenten, bei dem jeder Fragen stellen kann, und selbst wenn dies nicht stattfindet, fühlt man sich durch die großen Retro-Kinosessel mit der freundlichen Atmosphäre in eine andere Welt entführt.

Die vorgestellten Filme sind immer interessant und niveauvoll und einige von ihnen würde man sonst niemals sehen können.

 


 

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